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Sprachförderung von Schülerinnen und Schülern mit bes. Bedarf

Projektbeschreibung

Das Kooperationsprojekt wurde im Herbst 2002 - nach dem Vorbild des Essener Modells - und mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Mercator eingerichtet. In diesem Projekt arbeiten die Universität zu Köln (Institut für deutsche Sprache und Literatur II), die Bezirksregierung Köln und die Stadt Köln zusammen.

Die Arbeit verfolgt drei übergeordnete Ziele:

  1. Praxisnahe Ausbildung von Lehramtsstudierende des Faches Deutsch bereits in der ersten Ausbildungsphase
  2. Unterstützung der Schulen bei der Sprachförderung
  3. Empirische Unterrichtsforschung
In jedem Semester werden Praxisseminare angeboten, die eine enge Vernetzung von fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und unter- richtlichen Fragen anstreben. Parallel dazu oder zeitlich versetzt erteilen die Studierenden Förderunterricht an Kölner Schulen. Der Förderunterricht findet in der Regel in Kleingruppen von 3-4 Schülerinnen und Schülern außerhalb des Unterrichts statt, es werden auch andere Formen erprobt.

Neben den Fördermaßnahmen, die im Rahmen der Praxisseminare statt- finden, werden Schülerinnen und Schüler von Förderlehrerinnen und Förderlehrern auf Honorarbasis betreut. Zurzeit werden insgesamt 28 Gruppen in der Sekundarstufe I von 14 Förderlehrern betreut. Finanziert werden die Fördergruppen durch die Stiftung Mercator GmbH, die Annemarie-und-Helmut-Börner-Stiftung und die Harald-Neven-DuMont-Stiftung.

Im WS 2007/08 fördern 56 Studierende im Bereich der Sekundarstufe I insgesamt 224 Schüler an 17 Schulen. In den Praxisseminaren standen Themenbereiche auf dem Programm, die für die Sprachförderung von besonderer Relevanz sind, wie z.B. sprachliche Grundlagen, Entwicklungs- modelle zum Zweitspracherwerb/Schriftspracherwerb, Diagnostik, neue Modelle/Methoden der Vermittlung sprachlichen Wissens und die Reflexion über Sprache, kontrastives Arbeiten etc.

Ein besonderer Schwerpunkt war beispielsweise der Bereich "Fehler- analyse". Dabei lernten die Studierenden, Daten von ihren Schülern zu erheben, eine Fehleranalyse durchzuführen und auf der Basis der Ergeb- nisse einen Förderplan zu erstellen. Die anschließende Spracharbeit in den Fördergruppen wurde auf der Basis dieser Förderpläne durchgeführt.

Darüber hinaus werden von den Projektmitarbeitern in Zusammenarbeit mit diversen Kooperationspartnern regelmäßig Intensivkurse DaZ sowie Sprachcamps in den Schulferien organisiert.

Projektteam

Am Projekt zur sprachlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf sind zurzeit folgende Personen beteiligt:

Prof. Dr. Becker-Mrotzek (Leitung), Dr. Eveline Einhauser (Durchführung von Praxisseminaren für die Primarstufe gemeinsam mit Dr. L. Weinrich), Dr. Gabriele Kniffka (Projektkoordination, wissenschaftliche Begleitung, Durchführung von Praxisseminaren für die Sekundarstufe I, Beratung von Förderlehrern), Dr. Lotte Weinrich (wissenschaftliche Begleitung, Durchführung von Praxisseminaren für die Primarstufe, Beratung von Förderlehrern), Dr. Diana Gagyan (wissenschaftliche Begleitung, Durchführung von Praxisseminaren für die Primarstufe, Beratung von Förderlehrern,Sabine Stephany (wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt).

Sommerkurse Deutsch als Fremdsprache

Im Sommer 2007 fanden erneut Sprachkurse für Schülerinnen und Schüler (Sek. I) mit Migrationshintergrund in Zusammenarbeit mit der RAA Köln und der Tageshauptschule Mommsenstraße statt. An den Sommerkursen nahmen 183 Schüler aus Kölner Schulen teil. Zusätzlich zu den Sprach- kursen wurden verschiedene Projekte in Form von AGs durchgeführt, u.a.:

  • Sport
  • Musik
  • Kunst
  • Tanz
  • Ferienschulzeitung
  • Hörspiel

Beratungsangebote der Universität zu Köln

Im Rahmen des Sprachförderprojektes der Universität zu Köln werden wöchentliche Beratungsstunden für Studierende und Lehrende speziell für die Arbeit mit zweisprachig aufwachsenden Schülerinnen und Schülern angeboten. Ebenfalls werden regelmäßige Lehrerfortbildungsveranstal- tungen durchgeführt. Darüber hinaus steht den Sprachförderkräften eine Materialsammlung mit Lehrmaterialien Deutsch als Fremd- /Zweitsprache zur Verfügung.

Projekt Deutsch im Museum

Schülerinnen und Schüler, die Deutsch als Zweitsprache lernen, können in ihrem Spracherwerbsprozess durch Unterrichtseinheiten, die im Museum stattfinden, unterstützt werden. Hier bieten sich vielfältige Lernmöglich- keiten, u.a. Wortschatzerweiterung und –festigung, Übungen zum (freien) Sprechen, zum Kreativen Schreiben, die in besonderer Weise den Erwerb konzeptionell-schriftsprachlicher Fähigkeiten fördern. Nicht zuletzt bietet aber ein Museumsbesuch Anlässe zu interkulturellem Lernen. Hier wurden Studierende ausgebildet, die solche Unterrichtseinheiten im Museum durchführen.

Zielgruppen

Schüler im Alter von 10-17 Jahren; gefördert im Rahmen von Praxis- seminaren: 224 (Schüler) pro Semester, in den Sommerkursen 190 Schüler (2006) bzw. 183 Schüler (2007).

Die Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Ländern. Gewisse Schwerpunkte liegen bei Schülern aus der Türkei und Osteuropa.
Über die Teilnahme am Förderprojekt entscheiden in der Regel die Schulen.
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Di. 21.10.2014,
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Kontakt
Philosophische Fakultät

Institut für deutsche Sprache und Literatur II

Gronewaldstr. 2
50931 Köln-Lindenthal

Dr. Gabriele Kniffka

Tel. 0221/470-7717

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