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Über 600 Familien beim 2. Kölner Elternkongress

"Familienreise zu den Kulturen der Welt!"

13.2.2012

Staatsekretär Klaus Schäfer und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes bei der Ballon-Aktion.
1450 Eltern mit ihren Kindern besuchten am Sonntag, 4. März 2012, den 2. Kölner Elternkongress im Rautenstrauch-Joest-Museum. Von 11 bis 17 Uhr konnten sie sich im Familienteam auf eine Reise durch das Rautenstrauch-Joest-Museum und zu den Kulturen der Welt begeben. Hierbei standen vor allem die kulturelle und sprachliche Vielfalt der Kölner Familien im Vordergrund. Kurz vor 13 Uhr war es endlich soweit.

600 Kinder ließen ihre roten und weißen Luftballons vom Innenhof des Museums in den Himmel steigen. "Kölner Familien grüßen die Welt!" stand in neun Sprachen auf den Postkarten, die die Kinder zuvor an die Luftballons gebunden hatten. Den Startschuss hierzu gab Staatssekretär Professor Klaus Schäfer gemeinsam mit Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Gabriele Hammelrath, Leiterin des Amtes für Weiterbildung. Zugleich war dies der Auftakt zur "Familienreise zu den Kulturen der Welt".

Nachdem Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes Eltern und Kinder in neun Sprachen begrüßt hatte, brandete Applaus durch den Veranstaltungssaal:"Mit diesem Kongress heute sollen Familien in ihrer Mehrsprachigkeit gestärkt werden. Sie, liebe Eltern, beschenken ihre Kinder mit ihrer Mehrsprachigkeit und damit beschenken sie uns alle. Denn Mehrsprachigkeit bedeutet Vielfalt und Stärke."

Familienparcours Familie
Staatssekretär Professor Klaus Schäfer vom Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport unterstrich zudem die Bedeutung von Familienbildung: "Ich freue mich, dass mit dem Elternkongress in Köln eine noch frische Tradition begründet wird, die ich außerordentlich begrüße: Das direkte Gespräch mit Ihnen allen, mit den Eltern. Das ist nicht selbstverständlich, denn oft genug wird über Familien und über Eltern gesprochen, aber nicht mit ihnen."

In fünf Workshops, die jeweils stündlich angeboten wurden, konnten Eltern und Kinder spielerisch und kreativ Einblick in unterschiedliche Kulturen erlangen. Begeistert bastelten die Kleinen javanische Schattenspielfiguren, tanzten mit ihren Eltern den indonesischen Begrüßungstanz, bauten Tipis der Blackfood-Indianer nach und malten riesige Mandalas. Viele Familien nutzten zudem die Möglichkeit, sich mit Kopfbedeckungen aus unterschiedlichen Kulturen fotografieren zu lassen.

Ein besonderer Höhepunkt des Kongresses war der Familienparcours - ein Museumsbegleitheft für Familien, das in neun Sprachen (Türkisch, Russisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch) vorlag. Neugierig und mit großem Interesse erkundeten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern die Ausstellung in ihren Familiensprachen.

So zeigte sich Roland Bellinghausen, Sprecher der Veranstaltergemeinschaft, am Sonntagabend auch sehr zufrieden: "Durch ein buntes und mehrsprachiges Programm haben wir heute viele Familien erreicht, die sonst eher nicht ins Museum kommen. Dies zeigt, wie wichtig die interkulturelle und mehrsprachige Öffnung von Lernorten ist - von der Kita über die Schule bis hin zu Bibliotheken und Museen."

Veranstaltet wurde der Kongress vom Programm "Lernen vor Ort" - Aktionsfeld Familienbildung in Kooperation mit dem städtischen Museumsdienst, dem Rautenstrauch-Joest-Museum, dem Amt für Weiterbildung/Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), der Lernenden Region - Netzwerk Köln e. V. und dem Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI).
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